{"id":3576,"date":"2026-04-28T18:42:10","date_gmt":"2026-04-28T18:42:10","guid":{"rendered":"https:\/\/fedaian-minority.org\/?p=3576"},"modified":"2026-04-28T18:42:10","modified_gmt":"2026-04-28T18:42:10","slug":"kurzfassung-der-erklarung-der-organisation-der-fadaian-aghaliyat-zum-1-mai-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fedaian-minority.org\/index.php\/2026\/04\/28\/kurzfassung-der-erklarung-der-organisation-der-fadaian-aghaliyat-zum-1-mai-2026\/","title":{"rendered":"Kurzfassung der Erkl\u00e4rung der Organisation der Fadaian (Aghaliyat) zum 1. Mai 2026"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u00a0<img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-3578 alignleft\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/fedaian-minority.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/arm.png?resize=180%2C206&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"180\" height=\"206\" \/>Es lebe der 1. Mai, der Tag der internationalen Solidarit\u00e4t der Arbeiter*innen<\/strong><\/p>\n<p>Der 1. Mai ist der Tag der internationalen Solidarit\u00e4t der Arbeiter*innen in allen L\u00e4ndern. An diesem Tag legen die Arbeiter*innen die Arbeit nieder und gehen mit festen Schritten auf die Stra\u00dfe. Mit roten Fahnen nehmen sie die Stra\u00dfen ein und handeln wie ein gemeinsamer K\u00f6rper gegen eine unterdr\u00fcckerische Ordnung, die auf kapitalistischer Ausbeutung beruht. Sie machen deutlich, dass ihre Ziele und Interessen in allen L\u00e4ndern gleich sind. Es ist ein gemeinsamer Kampf f\u00fcr den Sturz des Kapitalismus und f\u00fcr die Errichtung einer sozialistischen Ordnung.<\/p>\n<p>Auch die Arbeiterklasse im Iran ist Teil der gro\u00dfen Armee der Arbeiterinnen weltweit. Trotz der offenen Diktatur des Kapitals, die sie ihrer grundlegendsten Freiheiten beraubt und \u00f6ffentliche Versammlungen sowie Demonstrationen verhindert, zeigt sie jedes Jahr auf verschiedene Weise ihre Solidarit\u00e4t mit den Arbeiterinnen anderer L\u00e4nder.<\/p>\n<p>Dieses Jahr findet der 1. Mai f\u00fcr die Arbeiterklasse im Iran in einer \u00e4u\u00dferst schwierigen Lage statt. Ein reaktion\u00e4rer, 40-t\u00e4giger Krieg zwischen den kapitalistischen Staaten United States, Israel und der Islamischen Republik hat schwere Sch\u00e4den verursacht. Die Ursachen liegen in Expansion und regionaler Vorherrschaft. Die Folgen treffen die Bev\u00f6lkerung im Iran. Am st\u00e4rksten betroffen sind die Arbeiter*innen. Dieser Krieg widerspricht den Interessen der Arbeiter*innen in allen beteiligten L\u00e4ndern. Deshalb lehnen sie ihn ab und fordern sein Ende. Die Bombardierungen im Iran haben Tausende Menschen get\u00f6tet. Viele weitere wurden verletzt. Die meisten Opfer stammen aus Arbeiter- und armen Familien. Neben der Zerst\u00f6rung von Wohnh\u00e4usern und \u00f6ffentlichen Einrichtungen wurden auch wichtige Fabriken bombardiert. Einige wurden vollst\u00e4ndig zerst\u00f6rt. Dabei wurden Arbeiter<em>innen get\u00f6tet oder verletzt. Der Krieg hat viele weitere Folgen f\u00fcr die Arbeiter<\/em>innen. Nicht nur die bombardierten Betriebe wurden geschlossen, sondern auch viele andere Betriebe waren nicht mehr in der Lage, weiter zu produzieren. Sie wurden entweder vollst\u00e4ndig geschlossen oder arbeiten nur noch eingeschr\u00e4nkt. Millionen Arbeiter*innen wurden entlassen oder sind arbeitslos geworden.<\/p>\n<p>Laut Berichten staatlicher Nachrichtenagenturen sind nach Beginn des Krieges mindestens 3 bis 4 Millionen Arbeiter*innen arbeitslos geworden. Dazu geh\u00f6ren sowohl Besch\u00e4ftigte im formellen Bereich als auch informell Besch\u00e4ftigte.<\/p>\n<p>Die Arbeitslosigkeit von rund 4 Millionen Ern\u00e4hrern bedeutet, dass mindestens 12 bis 15 Millionen Menschen in einem Land mit etwa 90 Millionen Einwohnern keine Einkommensquelle mehr haben. Diese Welle von Entlassungen trifft ein Land, in dem es kein funktionierendes System der sozialen Absicherung gibt. Das geringe Arbeitslosengeld f\u00fcr Anspruchsberechtigte liegt teilweise sogar unter der H\u00e4lfte des fr\u00fcheren Lohns, und das alles bei einer sehr hohen Inflation; bis zum mehr als 112% auf Lebensmittel, Getr\u00e4nke und Tabak.<\/p>\n<p>Doch dies ist noch nicht das Ende der Katastrophe und der Unterdr\u00fcckung, die den Arbeiter*innen auferlegt wird. Der Krieg ist noch nicht beendet. Der derzeitige Waffenstillstand ist \u00e4u\u00dferst instabil, und eine Wiederaufnahme der K\u00e4mpfe ist nicht ausgeschlossen.<\/p>\n<p>Unter diesen Bedingungen nimmt der Druck auf die Arbeiter*innen im Iran weiter zu. Schon vor dem Krieg waren sie mit niedrigen L\u00f6hnen und befristeten Vertr\u00e4gen einer brutalen Ausbeutung ausgesetzt. Nun hat sich ihre Lage weiter versch\u00e4rft, und ihre Lebensbedingungen haben sich in beispielloser Weise verschlechtert.<\/p>\n<p>Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen deutlich, dass selbst ein l\u00e4ngerfristiger Waffenstillstand keine Verbesserung der materiellen Lage der Arbeiter<em>innen bringen wird. Es ist offensichtlich, dass in den vergangenen Jahrzehnten die Reall\u00f6hne Jahr f\u00fcr Jahr gesunken sind und sich die Lebensbedingungen der Arbeiter<\/em>innen kontinuierlich verschlechtert haben.<\/p>\n<p>Die kapitalistische Ordnung im Iran, die von tiefen und vielf\u00e4ltigen Krisen gepr\u00e4gt ist, war und ist nicht in der Lage, die Probleme der Arbeiter*innen und der werkt\u00e4tigen Massen zu l\u00f6sen. Gerade deshalb haben seit 2017 breite Teile der unterdr\u00fcckten Bev\u00f6lkerung mit offenen und direkten K\u00e4mpfen gegen das herrschende Regime durch Demonstrationen, Aufst\u00e4nde und Proteste gezeigt, dass sie diese reaktion\u00e4re, verrottete und unmenschliche Ordnung nicht l\u00e4nger hinnehmen wollen.<\/p>\n<p>Gleichzeitig hat die herrschende Klasse deutlich gemacht, dass sie keine L\u00f6sung f\u00fcr die Widerspr\u00fcche und Krisen der Gesellschaft hat und nicht mehr wie zuvor herrschen kann. Sie versucht daher, die Situation durch brutale Repression, durch T\u00f6tungen und durch die Inhaftierung Tausender Menschen in Gef\u00e4ngnissen unter Kontrolle zu halten. Doch sie war und ist nicht in der Lage, der Krise und den anhaltenden K\u00e4mpfen der Massen zu entkommen. Die iranische Gesellschaft steht vor der Notwendigkeit einer revolution\u00e4ren Ver\u00e4nderung. Jede Welle der Repression hat nicht zur Stabilisierung der bestehenden Ordnung gef\u00fchrt, sondern neue, noch breitere Bewegungen hervorgebracht. Ein Beispiel daf\u00fcr ist die Ereignisse im vergangenen Winter, als das Regime Tausende Menschen auf den Stra\u00dfen erschoss. Die Angst der herrschenden Kr\u00e4fte vor einem Umsturz ist so gro\u00df, dass sie selbst unter dem Vorwand des Krieges eine faktische, nicht erkl\u00e4rte Milit\u00e4rherrschaft errichtet haben; durch Internetsperren, milit\u00e4rische Pr\u00e4senz auf den Stra\u00dfen, willk\u00fcrliche Verhaftungen und Hinrichtungen. Dennoch gibt es keinen Ausweg f\u00fcr die herrschende Klasse. Der Sturz der Islamischen Republik ist unvermeidlich. Trotz der Brutalit\u00e4t des Regimes und der negativen Auswirkungen des Krieges auf die K\u00e4mpfe der Arbeiter*innen handelt es sich um einen vor\u00fcbergehenden R\u00fcckgang. Eine neue Welle von K\u00e4mpfen wird entstehen. Entscheidend ist dabei die Herausbildung einer eigenst\u00e4ndigen politischen Bewegung der Arbeiterklasse. Dass die bisherigen Proteste und Aufst\u00e4nde der Bev\u00f6lkerung noch nicht zum Sieg gef\u00fchrt haben, liegt vor allem daran, dass die Arbeiterklasse bislang nicht als organisierte und f\u00fchrende Kraft in den politischen K\u00e4mpfen aufgetreten ist. Damit die Arbeiterklasse ihre revolution\u00e4re Aufgabe erf\u00fcllen und die Gesellschaft aus der gegenw\u00e4rtigen Krise herausf\u00fchren kann, muss sie \u00fcber \u00f6konomische K\u00e4mpfe hinausgehen und sich dem politischen Kampf zuwenden. Trotz des derzeitigen tats\u00e4chlich herrschenden Ausnahmezustands werden sich die Krisen der bestehenden Ordnung weiter vertiefen und die Widerspr\u00fcche zuspitzen \u2013 unabh\u00e4ngig davon, ob der Krieg andauert oder in einen l\u00e4ngeren Waffenstillstand \u00fcbergeht. Unter diesen Bedingungen werden die Voraussetzungen f\u00fcr neue politische Bewegungen und f\u00fcr eine st\u00e4rkere Hinwendung der Massen zum politischen Kampf mehr denn je geschaffen.<\/p>\n<p>Die Organisation der Fadaian (Aghaliyat) gratuliert den Arbeiter*innen im Iran zum 1. Mai und ruft sie dazu auf, sich um die Parole \u201eArbeit, Brot, Freiheit, R\u00e4teregierung\u201c zu sammeln. Sie ruft f\u00fcr den Sturz des islamischen Regimes, f\u00fcr eine soziale Revolution der Arbeiterklasse und f\u00fcr die Errichtung einer sozialistischen Ordnung zu landesweiten politischen Streiks auf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Es lebe die internationale Solidarit\u00e4t der Arbeiter*innen weltweit<br \/>\nNieder mit der Islamischen Republik \u2013 Hoch die R\u00e4teregierung<br \/>\nNieder mit dem Kapitalismus<br \/>\nEs lebe die Freiheit \u2013 es lebe der Sozialismus<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Arbeit \u2013 Brot \u2013 Freiheit \u2013 R\u00e4teregierung<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Organisation der Fadaian (Aghaliyat)<br \/>\n26.04.2026<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0Es lebe der 1. Mai, der Tag der internationalen Solidarit\u00e4t der Arbeiter*innen Der 1. Mai ist der Tag der internationalen Solidarit\u00e4t der Arbeiter*innen in allen L\u00e4ndern. 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