{"id":3528,"date":"2026-03-16T16:55:47","date_gmt":"2026-03-16T16:55:47","guid":{"rendered":"https:\/\/fedaian-minority.org\/?p=3528"},"modified":"2026-03-16T16:55:47","modified_gmt":"2026-03-16T16:55:47","slug":"krieg-die-bevolkerung-und-die-zukunft-der-islamischen-republik-iran","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fedaian-minority.org\/index.php\/2026\/03\/16\/krieg-die-bevolkerung-und-die-zukunft-der-islamischen-republik-iran\/","title":{"rendered":"Krieg, die Bev\u00f6lkerung und die Zukunft der Islamischen Republik Iran"},"content":{"rendered":"<p><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3525 alignright\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/fedaian-minority.org\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/jang-1-300x300-1.jpg?resize=300%2C300&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/fedaian-minority.org\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/jang-1-300x300-1.jpg?w=300&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/fedaian-minority.org\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/jang-1-300x300-1.jpg?resize=80%2C80&amp;ssl=1 80w, https:\/\/i0.wp.com\/fedaian-minority.org\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/jang-1-300x300-1.jpg?resize=36%2C36&amp;ssl=1 36w, https:\/\/i0.wp.com\/fedaian-minority.org\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/jang-1-300x300-1.jpg?resize=180%2C180&amp;ssl=1 180w, https:\/\/i0.wp.com\/fedaian-minority.org\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/jang-1-300x300-1.jpg?resize=120%2C120&amp;ssl=1 120w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Nach mehreren Monaten von Kriegsdrohungen von Donald Trump gegen die Islamische Republik, die mit der Entsendung modernster milit\u00e4rischer Ausr\u00fcstung in die Gew\u00e4sser des Persischen Golfs einherging, begann schlie\u00dflich in den fr\u00fchen Morgenstunden des Samstag, des 28. Februar 2026 (9. Esfand 1404) , ein Luft- und Raketenangriff der USA und Israels auf den Iran.<\/p>\n<p>Die Intensit\u00e4t und das Ausma\u00df dieser Angriffe waren so gro\u00df, dass bereits in den ersten Stunden des Angriffs Ali Khamenei sowie mehrere hochrangige Kommandeure der Islamischen Republik get\u00f6tet wurden. Nach Khameneis Tod griff die Islamische Republik zu einer Reihe von Vergeltungsoperationen und feuerte Raketen auf israelisches Gebiet sowie auf amerikanische St\u00fctzpunkte in den L\u00e4ndern der Golfregion ab.<\/p>\n<p>Was am 28. Februar dieses Jahres geschah, war kein pl\u00f6tzliches Ereignis. Die zweite Runde milit\u00e4rischer Angriffe der USA und Israels gegen die Islamische Republik setzte vielmehr jene Luft- und Raketenoperationen fort, die bereits in der ersten Runde im vergangenen Juni von dem Donald Trump und dem \u201eFaschist\u201c, Benjamin Netanyahu, gegen den Iran durchgef\u00fchrt worden waren.<\/p>\n<p>Im zw\u00f6lft\u00e4gigen Krieg wurden dem m\u00f6rderischen Regime der Islamischen Republik und seinen Atomanlagen zwar schwere Schl\u00e4ge versetzt, doch das vor\u00fcbergehende Ende der K\u00e4mpfe f\u00fchrte \u2013 entgegen den Erwartungen Trumps \u2013 nicht zur Kapitulation Khameneis. Daher trat Trump, um seine unerf\u00fcllten Forderungen durchzusetzen und dar\u00fcber hinaus mit dem Ziel, die gesamte politisch-milit\u00e4rische Ordnung der Region neu zu gestalten, in eine neue Phase maximalen Drucks auf die Islamische Republik ein.<\/p>\n<p>Die vollst\u00e4ndige Einstellung der Urananreicherung, die \u00dcbergabe von 408 Kilogramm auf 60 % angereicherten Urans, die Verringerung der Reichweite ballistischer Raketen sowie der Verzicht der Islamischen Republik auf die Unterst\u00fctzung ihrer Stellvertreterkr\u00e4fte im Libanon, Irak und Jemen geh\u00f6rten zu den ersten Forderungen Trumps nach dem zw\u00f6lft\u00e4gigen Krieg. Die Annahme dieser Forderungen h\u00e4tte eine vollst\u00e4ndige Kapitulation der Islamischen Republik gegen\u00fcber der US-Regierung bedeutet.<\/p>\n<p>Etwas, das zu akzeptieren \u2013 insbesondere die Verringerung der Reichweite ballistischer Raketen \u2013 f\u00fcr Khamenei unm\u00f6glich war.<\/p>\n<p>Daher war das, was am 28. Februar geschah, kein pl\u00f6tzliches Ereignis, sondern das Ergebnis eines jahrelangen Konfliktprozesses. Die nuklearen und raketentechnischen Fragen waren lediglich sichtbare Aspekte eines langj\u00e4hrigen Ringens zwischen den Regierungen des Iran und der USA \u00fcber viele Jahrzehnte hinweg. Ein unl\u00f6sbarer Konflikt, der nach Jahren verbaler und diplomatischer Auseinandersetzungen schlie\u00dflich in zwei direkte milit\u00e4rische Kriege m\u00fcndete \u2013 den ersten am 13. Juni 2025 und den zweiten am 28. Februar 2026 dieses Jahres.<\/p>\n<p>Wenn es vor dem zw\u00f6lf\u00adt\u00e4gigen Krieg und teilweise noch in den Monaten vor dem Ausbruch des gegenw\u00e4rtigen Krieges eine \u2013 wenn auch geringe \u2013 Perspektive f\u00fcr ein m\u00f6gliches diplomatisches Abkommen zwischen den USA und der Islamischen Republik gab, so ist mit dem Beginn des zweiten Krieges der Weg der Diplomatie zur L\u00f6sung der Streitigkeiten zwischen den beiden Seiten nun vollst\u00e4ndig blockiert.<\/p>\n<p>Die T\u00f6tung von Ali Khamenei, das Fehlen von Geschlossenheit in der politischen und milit\u00e4rischen F\u00fchrung, die verringerte Leistungsf\u00e4higkeit der Luftverteidigung der Islamischen Republik, die rund um die Uhr andauernden Bombardierungen von Raketenstandorten, die Zerst\u00f6rung eines gro\u00dfen Teils der Abschussvorrichtungen, die Sch\u00e4den an staatlichen Institutionen, milit\u00e4rischen Einrichtungen, am Generalstab der Armee, an der Polizei, an Sicherheitsorganen und an St\u00fctzpunkten der Basidsch \u2013 zusammen mit einer Reihe weiterer Schl\u00e4ge, die bereits in dieser einen Woche seit Beginn des Krieges der Struktur der Islamischen Republik zugef\u00fcgt wurden \u2013 haben nicht nur den bisherigen diplomatischen Weg blockiert, sondern auch die objektiven Voraussetzungen f\u00fcr eine Niederlage und den Zusammenbruch der Islamischen Republik geschaffen.<\/p>\n<p>Die Entstehung dieser Situation hat Donald Trump dazu veranlasst, durch eine Ausweitung der Luftbombardements und eine Versch\u00e4rfung der Raketenangriffe die Islamische Republik zu einer vollst\u00e4ndigen Kapitulation zu zwingen.<\/p>\n<p>Die Verluste der Islamischen Republik allein in der ersten Woche des Krieges sind derart schwer, dass der Vorsitzende des Vereinigten Generalstabs der USA von der vollst\u00e4ndigen Zerst\u00f6rung der Marineflotte und der Vernichtung der Luftabwehr der Islamischen Republik gesprochen hat. So sehr, dass seit dem siebten Kriegstag der iranische Luftraum zu einer sicheren Flugroute f\u00fcr Kampfflugzeuge der USA und Israels geworden ist.<\/p>\n<p>General Dan Caine erkl\u00e4rte am Mittwoch, am f\u00fcnften Tag der Luftangriffe Israels und der USA auf den Iran, dass die Zahl der von der Islamischen Republik abgefeuerten ballistischen Raketen im Vergleich zum ersten Tag der K\u00e4mpfe um 86 % zur\u00fcckgegangen sei und allein in den 24 Stunden bis zum f\u00fcnften Kriegstag ein weiterer R\u00fcckgang von 23 %verzeichnet wurde.<\/p>\n<p>Er betonte au\u00dferdem, dass bislang mehr als 20 Kriegsschiffe \u2013 deren Zahl inzwischen auf 30 gestiegen sei \u2013 der Islamischen Republik zerst\u00f6rt worden seien. Zudem h\u00e4tten die Angriffe mit einseitig eingesetzten Kamikaze-Drohnender Islamischen Republik im Vergleich zu den ersten Tagen der K\u00e4mpfe um 73 % abgenommen.<\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig von den Angaben des Vorsitzenden des US-Generalstabs gilt: Selbst wenn nur die H\u00e4lfte seiner Behauptungen zutreffen sollte, bedeutet dies, dass die Raketen- und Drohnenkapazit\u00e4ten der Islamischen Republik schwer besch\u00e4digt worden sind. Angesichts eines solchen Ausma\u00dfes an Verlusten \u2013 und das bereits bis zum f\u00fcnften Tag der K\u00e4mpfe \u2013 l\u00e4sst sich schon jetzt eine Niederlage und ein m\u00f6glicher Zusammenbruch der Islamischen Republik im weiteren Verlauf dieses reaktion\u00e4ren Krieges erkennen.<\/p>\n<p>Auf Grundlage der Erfahrungen des zw\u00f6lft\u00e4gigen Krieges setzte die Islamische Republik ihre gr\u00f6\u00dfte Hoffnung auf ihr Arsenal an ballistischen Raketen. Deshalb begann sie bereits am ersten Tag der Angriffe der USA und Israels \u2013 entsprechend einer Anweisung von Ali Khamenei, der vor seinem Tod erkl\u00e4rt hatte, den Krieg regional ausweiten zu wollen \u2013 gleichzeitig mit Raketen- und Vergeltungsangriffen auf Israel und auf L\u00e4nder der Golfregion.<\/p>\n<p>Die Islamische Republik ging davon aus, dass sie durch Raketenangriffe auf die Staaten des Persischen Golfs und durch das Hineinziehen dieser L\u00e4nder in den Krieg die USA zu einem R\u00fcckzug zwingen k\u00f6nnte. In diesem Zusammenhang ging sie so weit, ihre Raketenangriffe \u2013 neben den Golfstaaten \u2013 auch auf die T\u00fcrkei, Zypern und die Republik Aserbaidschan auszuweiten.<\/p>\n<p>Diese Politik, die zwar den US-St\u00fctzpunkten schwere Verluste zuf\u00fcgte, erwies sich letztlich als nachteilig f\u00fcr die Islamische Republik. Denn die Staaten Vereinigte Arabische Emirate, Bahrain, Katar, Jordanien, Saudi-Arabien, Oman, Kuwait, Zypern, Aserbaidschan und sogar die T\u00fcrkei stellten sich \u2013 statt die Islamische Republik zu unterst\u00fctzen \u2013 gegen sie auf. Der Raketenangriff auf die T\u00fcrkei, ein Mitglied der NATO, f\u00fchrte zudem dazu, dass auch Frankreich und das Vereinigte K\u00f6nigreich die Angriffe der USA und Israels auf den Iran unterst\u00fctzten.<\/p>\n<p>Obwohl die Islamische Republik in diesem Krieg vergleichsweise schwere Sch\u00e4den in Israel und an US-St\u00fctzpunkten in den Golfstaaten verursacht hat, hat sich der Verlauf des Krieges bislang nicht zu ihren Gunsten ver\u00e4ndert. Schon jetzt gilt die Islamische Republik als Verliererin dieses reaktion\u00e4ren Krieges.<\/p>\n<p>Der bisherige Verlauf der K\u00e4mpfe und die Verluste, die der Islamischen Republik bereits in den ersten sieben Tagen des Krieges zugef\u00fcgt wurden, weisen alle auf dieselbe Realit\u00e4t hin: Das Regime wird unter den schweren Luft- und Raketenangriffen der USA und Israels \u2013 die seit Freitag aufgrund der Kontrolle \u00fcber den iranischen Luftraum deutlich zugenommen haben \u2013 nicht standhalten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass das Fortbestehen des Regimes in seiner jetzigen Form nicht mehr m\u00f6glich ist. Je l\u00e4nger die Islamische Republik Widerstand leistet und je l\u00e4nger sich der Krieg hinzieht, desto schw\u00e4cher wird die herrschende Reaktion im Iran, desto n\u00e4her r\u00fcckt ihr Zusammenbruch \u2013 und dieser Zusammenbruch k\u00f6nnte m\u00f6glicherweise auch mit komplexeren Formen und Entwicklungen einhergehen.<\/p>\n<p>Am 5. M\u00e4rz 2026 stellte Donald Trump den derzeitigen Verantwortlichen der Islamischen Republik seinen Vorschlag zur Ver\u00e4nderung der \u00e4u\u00dferen Gestalt des Regimes vor und erl\u00e4uterte ihnen die m\u00f6gliche Zukunft des Krieges.<\/p>\n<p>Was er dabei offen aussprach, war Folgendes: entweder der Zusammenbruch des Regimes \u2013 oder die vollst\u00e4ndige Kapitulation der Islamischen Republik noch vor einem solchen Zusammenbruch, um unter seiner Leitung aus dem Inneren des Systems heraus eine \u201emoderate\u201c Regierung zu bilden.<\/p>\n<p>In seiner Rede wandte sich Trump direkt an die derzeitigen Funktion\u00e4re der Islamischen Republik und sagte:<br \/>\n\u201eDer Sohn von Ali Khamenei ist eine schwache und unbedeutende Person \u2026 Ich muss bei der Auswahl des n\u00e4chsten F\u00fchrers ein Mitspracherecht haben.\u201c<\/p>\n<p>Indem Trump erkl\u00e4rte, dass im Falle einer Wahl von Mojtaba Khamenei auch dieser \u2013 wie sein Vater \u2013 get\u00f6tet werden w\u00fcrde, rief er die gegenw\u00e4rtige F\u00fchrung dazu auf, eine \u201emoderate\u201c Person aus dem Inneren des Systems auszuw\u00e4hlen und sich unter seiner Leitung den politischen Vorgaben der US-Regierung zu unterwerfen.<\/p>\n<p>Einen Tag sp\u00e4ter erkl\u00e4rte er in einem Gespr\u00e4ch mit CNN \u00fcber den zuk\u00fcnftigen F\u00fchrer und die Natur des politischen Systems im Iran, dass es nicht notwendig sei, dass der n\u00e4chste F\u00fchrer des Iran unbedingt s\u00e4kular sein m\u00fcsse. <u>Es sei sogar nicht erforderlich, dass der Iran unbedingt eine vollst\u00e4ndige Demokratie werde.<\/u> Entscheidend sei vielmehr, dass der neue F\u00fchrer \u201efair\u201c sei, das Land gut regiere und sich gegen\u00fcber den USA, Israel und den Staaten der Region angemessen verhalte. (Hervorhebung von uns)<\/p>\n<p>Bis zu diesem Punkt besteht die Position von Donald Trump darin, die vollst\u00e4ndige Kapitulation der Islamischen Republik gegen\u00fcber den USA zu erzwingen. Trumps Politik zielt \u2013 anders als es seine kriegsbegeisterte und illusion\u00e4ren Anh\u00e4nger glauben \u2013 weder auf die Schaffung von Demokratie im Iran noch auf die Verteidigung der Interessen der Bev\u00f6lkerung oder zwingend auf den Sturz der Islamischen Republik ab.<\/p>\n<p>Was Trump tats\u00e4chlich anstrebt, ist vielmehr die Stabilisierung der bestehenden Ordnung und die Bewahrung des Systems in einer neuen Form, die sich vom derzeitigen politischen Erscheinungsbild der Islamischen Republik unterscheidet. Aus seiner Sicht ist es nicht entscheidend, ob das zuk\u00fcnftige System demokratische Z\u00fcge haben wird oder nicht. Ebenso wenig spielt es f\u00fcr ihn eine Rolle, ob das Leben der breiten Bev\u00f6lkerung Irans zerst\u00f6rt wird oder ob die gesamte Infrastruktur des Landes vernichtet wird. Wichtig ist allein, dass der zuk\u00fcnftige F\u00fchrer \u201efair\u201c ist und die Interessen der USA gew\u00e4hrleistet.<\/p>\n<p>Mit Blick auf die Erfahrungen im Irak erkl\u00e4rte er, der Fehler, den die USA nach dem Sturz von Saddam Hussein gemacht h\u00e4tten, d\u00fcrfe im Iran nicht wiederholt werden. Man d\u00fcrfe \u2013 anders als im Irak \u2013 die Armee und andere Kr\u00e4fte der Islamischen Republik nicht vollst\u00e4ndig zerschlagen oder aufl\u00f6sen. Vielmehr solle mithilfe eben dieser milit\u00e4rischen Kr\u00e4fte, insbesondere der Armee und der Revolutionsgarden, die Fortsetzung eines umgestalteten Systems der Islamischen Republik gesichert werden \u2013 durch die Wahl eines neuen F\u00fchrers, und zwar nach seiner eigenen Auswahl.<\/p>\n<p>Dies entspr\u00e4che dem, was seiner Auffassung nach in Venezuela geschehen sei.<\/p>\n<p>Gleichzeitig m\u00fcsse jedoch eine Reihe besonderer Faktoren ber\u00fccksichtigt werden: die spezifische Situation der Islamischen Republik, die Lage der sozialen Bewegungen, der Ausbruch der Wut der breiten Bev\u00f6lkerung im Iran sowie die Situation der unterdr\u00fcckten Nationalit\u00e4ten im Land. Diese komplexe Lage unterscheidet die Bedingungen im Iran grundlegend von denen in Venezuela.<\/p>\n<p>Die Situation im Iran \u2013 mit ihren tief verwobenen und schwer l\u00f6sbaren Widerspr\u00fcchen \u2013 ist weitaus komplizierter, als dass Trump sich auf nur eine einzige L\u00f6sung st\u00fctzen k\u00f6nnte. Welche Entscheidungen die Verantwortlichen der Islamischen Republik in den kommenden, entscheidenden Tagen des Krieges treffen werden, in welchem Ausma\u00df und bis wohin kurdische nationalistische Parteien und Organisationen in Verst\u00e4ndigung mit der Regierung Trump gehen werden und wie die Bev\u00f6lkerung Irans sowie die sozialen Bewegungen im Verlauf dieses zerst\u00f6rerischen Krieges und angesichts eines m\u00f6glichen Zusammenbruchs der Islamischen Republik reagieren werden \u2013 all dies sind Faktoren, die den Prozess einer m\u00f6glichen \u00dcberwindung der gegenw\u00e4rtigen Kriegssituation ma\u00dfgeblich beeinflussen werden.<\/p>\n<p>Die Islamische Republik in ihrer gegenw\u00e4rtigen Form ist an ihre letzten Tage und Wochen gelangt. Innerhalb des Landes wie auch international ist das Schicksal dieses Regimes besiegelt. Die USA und Israel zerst\u00f6ren mit ihren ununterbrochenen Bombardierungen und Raketenangriffen von gro\u00dfen Kriegsschiffen aus Teheran und andere Regionen Irans. Bereits in der ersten Woche des Krieges wurden viele Infrastrukturen des Landes zerst\u00f6rt und Hunderte Zivilisten get\u00f6tet.<\/p>\n<p>Auch die Verantwortlichen der Islamischen Republik haben wiederholt erkl\u00e4rt, dass sie \u2013 sollte der Tag kommen, an dem sie aus der Macht gest\u00fcrzt werden \u2013 dem iranischen Volk ein verbranntes Land hinterlassen w\u00fcrden., dass sie \u2013 sollte der Tag kommen, an dem sie die Macht verlieren \u2013 dem iranischen Volk ein \u201everbranntes Land\u201c hinterlassen w\u00fcrden. Es sind die Arbeiter und die breite Bev\u00f6lkerung Irans, die unter den Schl\u00e4gen dieses zerst\u00f6rerischen Krieges sterben oder obdachlos werden. Es sind die sozialen Bewegungen, die in den Tagen des Krieges v\u00f6llig in den Hintergrund gedr\u00e4ngt worden sind. Die Arbeiter und die breite Bev\u00f6lkerung stehen unter dem Bomben- und Raketenhagel der USA und Israels sowie unter der Repression und den Drohungen der Sicherheitskr\u00e4fte der Islamischen Republik vollkommen schutzlos da.<\/p>\n<p>Mit Raketen und ununterbrochenen Bombardierungen der USA und Israels werden weder Befreiung noch Freiheit f\u00fcr die Menschen erreicht. Dennoch ist dies nicht die ganze Geschichte. Dieser reaktion\u00e4re und zerst\u00f6rerische Krieg kann in den Tagen des Zusammenbruchs und der Aufl\u00f6sung der Islamischen Republik auch eine andere Seite annehmen \u2013 eine Entwicklung, die nicht unbedingt den Vorstellungen der USA, der Islamischen Republik oder der verschiedenen b\u00fcrgerlichen Alternativen im Ausland entsprechen muss.<\/p>\n<p>Voraussetzung daf\u00fcr ist jedoch, dass sich die Arbeiter und die breite Bev\u00f6lkerung Irans schon jetzt auf die Tage des Zusammenbruchs der Islamischen Republik vorbereiten. Durch die Bildung von R\u00e4ten und Nachbarschaftskomitees sollten sie sich auf die \u00dcbernahme politischer Macht vorbereiten. Denn in den Tagen der inneren Aufl\u00f6sung und des Zusammenbruchs der Islamischen Republik wird die staatliche Herrschaft auseinanderfallen, und die Repressionskr\u00e4fte werden vor allem daran denken, ihr eigenes Leben zu retten. Die Justiz und die Institutionen der Unterdr\u00fcckung und Gewalt werden ihre Autorit\u00e4t verlieren. Das islamische Parlament wird aufgel\u00f6st, und andere Entscheidungsorgane des Regimes werden praktisch funktionslos werden.<\/p>\n<p>Es liegt auf der Hand, dass sich unter solchen Umst\u00e4nden das Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnis zugunsten der revolution\u00e4ren Kr\u00e4fte verschieben wird. Der \u00f6ffentliche Raum der Gesellschaft wird sich f\u00fcr Proteste auf den Stra\u00dfen \u00f6ffnen, und die Voraussetzungen f\u00fcr landesweite Streiks von Arbeitern und anderen gesellschaftlichen Gruppen werden entstehen.<\/p>\n<p>Eine solche Perspektive f\u00fcr die Tage des Zusammenbruchs der Islamischen Republik ist keineswegs blo\u00dfe Fantasie oder politische Tr\u00e4umerei. Die M\u00f6glichkeit einer Macht\u00fcbernahme durch die Arbeiter und die arbeitenden Massen Irans in den Tagen des Zusammenbruchs ergibt sich aus den bisherigen historischen und k\u00e4mpferischen Erfahrungen.<\/p>\n<p>Deshalb ist es notwendig, dass sich die gesamte Gesellschaft \u2013 linke und kommunistische Organisationen, revolution\u00e4re Institutionen, soziale Bewegungen und die breite Bev\u00f6lkerung Irans \u2013 schon jetzt auf solche historischen und entscheidenden Tage vorbereiten und an ihre eigene Kraft glauben.<\/p>\n<p>Zweifellos gilt: Wenn die Arbeiter schon jetzt geheime Streik- und Koordinierungskomitees zur Vorbereitung eines allgemeinen politischen Streiks organisieren; wenn der Koordinierungsrat der iranischen Lehrerverb\u00e4nde bereits heute die Voraussetzungen f\u00fcr einen landesweiten Lehrerstreik vorbereitet; wenn Pflegekr\u00e4fte, Rentner, Frauen, Studierende, der Iranischer Schriftstellerverband, K\u00fcnstler, Rechtsanw\u00e4lte und andere gesellschaftliche Gruppen sich ebenfalls auf die Tage der Aufl\u00f6sung und des Zusammenbruchs der Islamischen Republik vorbereiten; und wenn die bestehenden Organisationen und ihre bewussten F\u00fchrungen schon heute durch eine koordinierende Struktur \u2013 etwa einen \u201eRat zur Koordinierung von Streiks\u201c \u2013 ihre gesamte Kraft f\u00fcr landesweite Streiks und den Aufruf der Bev\u00f6lkerung zu Massendemonstrationen im entscheidenden Moment des Zusammenbruchs b\u00fcndeln,<\/p>\n<p>dann sollten wir keinen Zweifel haben: In den Tagen des Zusammenbruchs der Islamischen Republik wird sich die Kriegssituation in Richtung einer sozialen Revolution entwickeln k\u00f6nnen \u2013 und der Verlauf dieser Revolution k\u00f6nnte mit radikalen und grundlegenden Ver\u00e4nderungen zugunsten der Arbeiter und der breiten Bev\u00f6lkerung Irans gestaltet werden.<\/p>\n<p>Ver\u00f6ffentlicht in der Zeitschrift \u201eK\u0101r\u201c (Arbeit), Organ der Organisation der Fadaian (aghaliyat), Nr. 1160, 9. M\u00e4rz 2026<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach mehreren Monaten von Kriegsdrohungen von Donald Trump gegen die Islamische Republik, die mit der Entsendung modernster milit\u00e4rischer Ausr\u00fcstung in die Gew\u00e4sser des Persischen Golfs einherging, begann schlie\u00dflich in den fr\u00fchen Morgenstunden des Samstag, des 28. Februar 2026 (9. Esfand 1404) , ein Luft- und Raketenangriff der USA und Israels auf den Iran. 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