{"id":3352,"date":"2021-04-28T10:43:00","date_gmt":"2021-04-28T10:43:00","guid":{"rendered":"https:\/\/fedaian-minority.org\/?p=3352"},"modified":"2021-04-29T08:49:30","modified_gmt":"2021-04-29T08:49:30","slug":"es-lebe-der-01-mai-tag-der-internationalen-solidaritat-der-arbeiterinnen-der-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fedaian-minority.org\/index.php\/2021\/04\/28\/es-lebe-der-01-mai-tag-der-internationalen-solidaritat-der-arbeiterinnen-der-welt\/","title":{"rendered":"Es lebe der 01. Mai Tag der internationalen Solidarit\u00e4t der Arbeiter:innen der Welt!"},"content":{"rendered":"<div style='padding-bottom:10px; font-size:35px;' class='av-special-heading av-special-heading-h2  blockquote modern-quote modern-centered  avia-builder-el-0  el_before_av_textblock  avia-builder-el-first   av-inherit-size '><h2 class='av-special-heading-tag '  itemprop=\"headline\"  >Es lebe der 01. Mai Tag der internationalen Solidarit\u00e4t der Arbeiter:innen der Welt!<\/h2><div class='special-heading-border'><div class='special-heading-inner-border' ><\/div><\/div><\/div>\n<section class=\"av_textblock_section \"  itemscope=\"itemscope\" itemtype=\"https:\/\/schema.org\/BlogPosting\" itemprop=\"blogPost\" ><div class='avia_textblock  '   itemprop=\"text\" ><p style=\"text-align: center;\"><em><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-3353\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/fedaian-minority.org\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/may1flags.jpg?resize=300%2C165&#038;ssl=1\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"165\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/fedaian-minority.org\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/may1flags.jpg?resize=300%2C165&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/fedaian-minority.org\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/may1flags.jpg?resize=450%2C247&amp;ssl=1 450w, https:\/\/i0.wp.com\/fedaian-minority.org\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/may1flags.jpg?w=635&amp;ssl=1 635w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Gemeinsame Erkl\u00e4rung von 15 Organisationen und Verb\u00e4nden anl\u00e4sslich des 01. Mai Tag der internationale Tag der Arbeiter:innen<\/em><\/p>\n<p>Auch in diesem Jahr feiern wir den &#8220;01. Mai&#8221;, Tag der internationalen Solidarit\u00e4t der Arbeiterklasse, w\u00e4hrend die globale Gesundheitskrise das Leben der Arbeiter:innen \u00fcberschattet. Die Corona-Pandemie begleitet von der Wirtschaftskrise hat die Arbeitenden, Lohnempf\u00e4nger:innen und Kleinh\u00e4ndler:innen in die Enge getrieben.<\/p>\n<p>Aufgrund der Inkompetenz und Ineffizienz der Regierenden hat sich diese Situation mehr denn je zuvor und mehr als andernorts verschlechtert.<\/p>\n<p>Das Fehlen einer wirksamen Gesundheitspolitik und eines notwendigen Lockdowns durch die Regierung , wobei die Lebenshaltungskosten der Bev\u00f6lkerung durch die Regierung zu \u00fcbernehmen w\u00e4ren , hat die Versorgungslage der \u00c4rmsten versch\u00e4rft.<\/p>\n<p>Obwohl die Arbeitenden und Werkt\u00e4tigen zu Recht eine sofortige, allgemeine und kostenlose Impfung fordern und stets betonen, versuchen die Obrigkeit und die Regierenden absichtlich die Impfung hinauszuz\u00f6gern. Es werden neue Krisen heraufbeschw\u00f6rt, damit die Interessen bestimmter Gruppen der Regierenden gew\u00e4hrleistet werden. Das Beharren auf die Produktion eines inl\u00e4ndischen Impfstoffes bzw. die \u00dcbergabe des Imports von Impfstoffen an den privaten Sektor, dienen demselben Zweck.<\/p>\n<p>Dies wiederum hat gro\u00dfe Teile der Bev\u00f6lkerung, insbesondere die Mittelschicht in zunehmende Armut gest\u00fcrzt und eine zunehmende Anzahl von ihnen an den Rand der St\u00e4dte gedr\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Hierbei ist die Lage der arbeitenden und werkt\u00e4tigen Frauen am miserabelsten. Den vorhandenen Statistiken zufolge wurden im Zuge der Corona-Pandemie 70 Prozent der erwerbst\u00e4tigen Frauen entlassen\u00a0 und sind bereits arbeitslos. In der Frage von Versorgung hat sich die Instabilit\u00e4t und der Prozess der systematischen Verarmung von Lohnabh\u00e4ngigen, mit maximaler Diskriminierung am st\u00e4rksten in den Lebensbedingungen von Frauen manifestiert.\u00a0 Niedrige Besch\u00e4ftigung, die Gefahr von Entlassung und Arbeitslosigkeit und Isolation sind die Folgen dieser Entwicklung. Das ist wiederum ein herber Schlag gegen die iranische Arbeiterklasse.<\/p>\n<p>Die Situation der weiblichen Hausangestellten, die \u00fcber kein Einkommen mehr verf\u00fcgen, ist wohl am schlimmsten.<\/p>\n<p>Die Diskriminierung aufgrund des Geschlechts als auch Arbeitslosigkeit und Pleiten haben den vorhandenen Druck auf diesen Teil der iranischen Arbeitskr\u00e4fte weiter verst\u00e4rkt .<\/p>\n<p>Die iranischen Arbeiter:innen und ihre Verb\u00fcndeten haben jedoch im vergangenen Jahr einen unerbittlichen und konsequenten Kampf gef\u00fchrt, w\u00e4hrend das Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnis nicht zu ihrem Gunsten war und die Arbeiteraktivist:innen und andere soziale Bewegungen einer vielschichtigen und systematischen Unterdr\u00fcckung ausgesetzt waren.<\/p>\n<p>Die Arbeitenden und Angestellten in unterschiedlichen Branchen der Wirtschaft, von Gro\u00dfindustrie wie Petrochemie, HEPCO, Azarab, Haft-Tappeh, Vahed, Stahlindustrie Khuzistan und\u2026 einschlie\u00dflich Lehrende, Rentner:innen und Studierenden haben ihren Kampf auf unterschiedliche Art und Weise fortgef\u00fchrt und ihre Ablehnung der brutalen und neoliberalen Politik der Regierenden zum Ausdruck gebracht.<\/p>\n<p>Beispielhaft ist an dieser Stelle insbesondere der unerm\u00fcdliche Kampf der Arbeitenden von Haft-Tappeh, die wichtige und grundlegende Fragen wie die Privatisierungen, Korruption und Unterschlagung durch Gro\u00dfaktion\u00e4re und Haupteigent\u00fcmer von Haft-Tappeh gesellschaftlich relevant werden lie\u00dfen und alternativ die Rolle der Arbeitenden und Entscheidungsfindung und Verwaltung durch die R\u00e4te\u00a0 zur Sprache brachten .<\/p>\n<p>Es handelt sich dabei um K\u00e4mpfe, die weltweit von ihren Klassenkamerad:innen unterst\u00fctzt werden. Wir haben wiederholt von Erkl\u00e4rungen und\u00a0 Kampagnen der Arbeitenden und Gewerkschaften auf der ganzen Welt erfahren.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu dieser nationalen und internationalen Solidarit\u00e4t machen pro-kapitalistische Str\u00f6mungen alle denkbaren Pl\u00e4ne und Vorschl\u00e4ge zur \u00dcberwindung der Krise. Jeden Tag wird ein neuer Trick pr\u00e4sentiert. Aber die iranischen Arbeiterinnen und Arbeiter haben aus Erfahrung gelernt, dass:<\/p>\n<p>-Die L\u00f6sung dieser Probleme und die Befreiung aus dieser Situation\u00a0 nicht von deren Verursachenden vorgeschlagen werden kann. Die Arbeitenden lassen sich nicht mehr von L\u00fcgen und Wahlversprechen, die alle vier Jahre einmal wiederholt werden, t\u00e4uschen.<\/p>\n<p>-Die L\u00f6sung auch nicht darin besteht, auf die gro\u00dfen Weltm\u00e4chte (egal wo sie hingeh\u00f6ren) und ihr politisches Spiel zu setzen. Solche Erwartungen und Bindungen an regionalen und internationalen politischen M\u00e4chten bedeuten in der Praxis, dass durch die Arbeit der Werkt\u00e4tigen entstandenes Reichtum ihnen zu \u00fcberlassen und den Weg zu ebnen, damit sie ihre Macht ausbauen und die Ressourcen des Landes ausnutzen k\u00f6nnen. Au\u00dferdem wird der ausl\u00e4ndische Einfluss auf wichtige wirtschaftliche, politische und strategische Entscheidungen verst\u00e4rkt.<\/p>\n<p>Die Belangen und Interessen der Arbeiterklasse sind nie und nirgendwo die Sache der gro\u00dfen Weltm\u00e4chte gewesen. Die L\u00f6sung im Iran, wie der Klassenkampf \u00fcberall auf der Welt, kann nur durch die Klassensolidarit\u00e4t unter den Arbeitenden selbst und die Verbindung ihres Kampfes mit anderen st\u00e4dtischen und l\u00e4ndlichen Werkt\u00e4tigen erreicht werden.<\/p>\n<p>Die iranischen Arbeitenden und Lohnabh\u00e4ngigen m\u00fcssen sich unabh\u00e4ngig organisieren und nicht erlauben, dass andere soziale Kr\u00e4fte mit ihren t\u00e4uschenden ehrgeizigen Pl\u00e4nen zum Schutz des Kapitalismus &#8211; die keine Anzeichen von sozialer Gerechtigkeit enthalten und keinerlei Rolle f\u00fcr die Arbeitenden bei der Gestaltung und F\u00fchrung der Gesellschaft vorsehen, sie ausnutzen.<\/p>\n<p>Tatsache ist, dass wir Arbeitende in der gegenw\u00e4rtigen Situation zerstreut sind. Das ist eine Warnung, dass trotz all unser Kampf und Anstrengungen ohne eine ernsthafte und landesweite Zusammenarbeit zwischen allen Arbeitenden und Werkt\u00e4tigen wir nicht in der Lage sein werden, gegen die arbeiterfeindliche Politik vorzugehen und die bestehende Situation zu ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Wir haben des \u00f6fteren die Erfahrung gemacht, wie in Abwesenheit von unabh\u00e4ngigen Vertreter:innen und Arbeiterorganisationen die Frage des Mindestlohns zu einem sich wiederholenden und langweiligen Scherz geworden ist.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Armutsgrenze f\u00fcr eine in Gro\u00dfst\u00e4dten lebende iranische Familie mindestens 12 Millionen Tomans (iranische W\u00e4hrung) betr\u00e4gt, selbst regierungsnahe Organisationen wie das Arbeiterhaus, spricht das von 8 bis 9 Millionen Tomans. Es (das Arbeiterhaus) war jedoch nicht bereit, die gesch\u00e4tzten Kosten f\u00fcr den Unterhalt einer Familie in H\u00f6he von 8,2 Millionen Tomans zu akzeptieren und ignorierte dabei die Beschwerden und das Aufschrei der offiziellen\u00a0 und zugelassenen Organisationen.<\/p>\n<p>Das Fehlen von Organisationen in Betrieben, regional und landesweit, manifestiert sich heute mehr denn je zuvor und fordert einen unerm\u00fcdlichen Kampf um ihre Gr\u00fcndung.<\/p>\n<p>Ohne eine solche einheitliche und landesweite Organisation sind die Auswirkungen der Pr\u00e4senz und des Kampfes der Arbeitenden nicht besonders bedeutsam und das Ergebnis des Einsatzes wird minimal, ohne R\u00fcckhalt und fragile.<\/p>\n<p>Die Einrichtung eines Kooperationsrates zwischen den verschiedenen Teilen der Arbeitenden, Angestellten, Lohnempf\u00e4nger:innen , Lehrer:innen, Rentner:innen, Frauen, Studierenden und Arbeitslosen ist in der gegenw\u00e4rtigen Situation umso notwendiger.<\/p>\n<p>Es handelt sich dabei nicht um eine Aufgabe neben den anderen, sondern geht es um das wichtigste Element der organisatorischen Arbeit in der Gesellschaft und unter den Arbeitenden und Werkt\u00e4tigen.<\/p>\n<p>Ohne Koordination und der \u00dcbergang zu\u00a0 landesweiten Kooperationsorganen, um den Kampf um unsere Forderungen gemeinsam zu f\u00fchren, wird die Kraft der mutigen und konsequenten Proteste verschwendet und ihre Unterdr\u00fcckung wird einfacher.<\/p>\n<p>Die Anstrengung f\u00fcr die Ann\u00e4herung der zerstreuten K\u00e4mpfe und die Entwicklung ihrer Solidarit\u00e4t im kommenden Jahr ist eine dringende und lebenswichtige Aufgabe.<\/p>\n<p>Streik, Errichtung von freien und unabh\u00e4ngigen Arbeiterorganisationen ist das selbstverst\u00e4ndliche Recht der iranischen Arbeiter:innen!<\/p>\n<p>Die Befreiung der Arbeiter:innen wird nur durch sie selbst m\u00f6glich sein!<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>1 Busfahrergewerkschaft von Teheran und Umland (Vahed) <\/strong><\/p>\n<p><strong>2 Arbeitergewerkschaft von Agroindustrie Haft-Tappeh <\/strong><\/p>\n<p><strong>3 Berufsverband der Lehrkr\u00e4fte Islamshahr <\/strong><\/p>\n<p><strong>4 Berufsverband der Lehrkr\u00e4fte Gilan<\/strong><\/p>\n<p><strong>5 Berufsverband der Lehrkr\u00e4fte Marivan &#8211; Kurdistan <\/strong><\/p>\n<p><strong>6 Berufsverband der Lehrkr\u00e4fte Aligudarz <\/strong><\/p>\n<p><strong>7 Berufsverband der Lehrkr\u00e4fte Kurdistan \/ Saqez und Zivieh<\/strong><\/p>\n<p><strong>8 Gruppe der AktivistInnen Bidar Zani<\/strong><\/p>\n<p><strong>9 Union der Rentner:innen <\/strong><\/p>\n<p><strong>10 Iranischer Rentner:innen Rat<\/strong><\/p>\n<p><strong>11 Landesweite\u00a0 iranische Rentner:innen Union <\/strong><\/p>\n<p><strong>12 Gruppe Rentner Union <\/strong><\/p>\n<p><strong>13 Koordinationsausschuss zu Gr\u00fcndung von Arbeiterorganisationen <\/strong><\/p>\n<p><strong>14 Follow-up-Ausschu\u00df f\u00fcr die Gr\u00fcndung von Gewerkschaften <\/strong><\/p>\n<p><strong>15 Dialogzentrum f\u00fcr\u00a0 Rentner:innen der Sozialversicherung <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">26. April 2021<\/p>\n<p><em>\u00dcbersetzung: Aktivist:Innen der Organisation der Fadaian (Aghaliyat) in Deutschland<\/em><\/p>\n<\/div><\/section>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch in diesem Jahr feiern wir den &#8220;01. Mai&#8221;, Tag der internationalen Solidarit\u00e4t der Arbeiterklasse, w\u00e4hrend die globale Gesundheitskrise das Leben der Arbeiter:innen \u00fcberschattet. 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